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VERREISEN ZU CORONA ZEITEN

Darf man während des Lock-downs in Deutschland campen? Überblick zu Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen in den einzelnen Bundesländern in Deutschland. (finde unten den Link für den ganzen Artikel inkl. Tabelle und Infos zu allen Bundesländern)

Letztes Update: 16.11.2020 


Wenn es um das Thema Campingurlaub in Deutschland geht, sieht man sich aufgrund von Covid-19 in den einzelnen Bundesländern für den Herbst und Winter erneut mit einer sehr dynamischen und bisweilen unterschiedlichen Situation konfrontiert. Fest steht lediglich: Während sich Deutschland zwischen dem 2. und vorerst 30. November im Lock-down befindet, ist das Campen für Urlauber weder auf Campingplätzen noch auf Wohnmobilstellplätzen in Deutschland möglich. Es gilt ein generelles Beherbergungsverbot für Touristen. Ob und in welcher Form sich dies ab Dezember ändern wird, ist zurzeit noch nicht absehbar. Freeontour hat den aktuellen Stand zusammengestellt.  


Neue Corona-Maßnahmen seit dem 2. November 

Die gute Nachricht vorweg: Der Bund-Länder-Beschluss vom 28. Oktober sieht prinzipiell einheitliche Regelungen für ganz Deutschland vor, wenn es um den aktuellen Lock-down zwischen dem 2. und vorerst 30. November geht. Jedes Bundesland hat diese Regelungen aber individuell in seinen Corona-Landesverordnungen festgeschrieben und in Landesrecht umgesetzt - und das zum Teil wieder mit kleinen Abweichungen, die unten im Bereich der einzelnen Bundesländer aufgeführt werden. Generell sind folgende zusätzliche Maßnahmen für ganz Deutschland vorgesehen: 


1. Keine privaten Reisen 

Es gibt zwar kein ausgesprochenes Reiseverbot, aber die dringende Aufforderung an alle Bürgerinnen und Bürger, auf nicht notwendige private Reisen im Inland und Ausland zu verzichten. Das gilt nicht nur für längere Reisen, sondern gleichermaßen für Besuche bei Freunden und Verwandten als auch für überregionale tagestouristische Ausflüge. In Deutschland dürfen Beherbergungsbetriebe - einschließlich Campingplätze und Wohnmobilstellplätze - im November keine Touristen aufnehmen. Reisen sind in dieser Zeit innerhalb von Deutschland demnach nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke möglich. Im europäischen Ausland ist dies abhängig von den Bestimmungen des jeweiligen Reiselandes. 


2. Unternehmen im Bereich der Freizeitgestaltung müssen schließen

Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen aus dem Bereich Freizeitgestaltung und Kultur, müssen ab dem 2. November schließen. Dazu gehören beispielsweise Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Messen, Kinos, Freizeitparks, Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports, öffentliche und private Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoo-Studios müssen ebenfalls schließen - Ausnahmen sind hier lediglich medizinische Einrichtungen und Friseursalons. Auch Veranstaltungen sind verboten. 


3. Restaurants und andere Gastronomiebetriebe müssen schließen

Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden bis mindestens 30. November geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen. 


4. Kontakte auf das absolut nötige Minimum reduzieren

All diese Maßnahmen sollen dazu dienen, die Kontakte jedes Einzelnen auf ein Minimum zu beschränken und das Infektionsgeschehen so zu reduzieren, dass Infektionsketten wieder nachvollziehbar werden. Daher ist der Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen erlaubt. Im Bereich der Kontaktbeschränkungen weichen die einzelnen Bundesländer teilweise von dieser Regelung ab, z. B. in Berlin und Bayern. 


Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg dürfen Dauercamper die Campingplätze während des Lock-downs nutzen, sofern ein Härtefall vorliegt. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn sich der Erstwohnsitz auf em Campingplatz befindet. Das touristische Campen ist für Urlauber aber bis mindestens 30. November weder auf Campingplätzen noch auf Wohnmobilstellplätzen möglich - dies gilt ausdrücklich auch für Stellplätze, die kostenfrei genutzt werden können. Eine Ausnahme gilt allerdings für Urlauber, die ihren Aufenthalt in Baden-Württemberg schon vor dem Lock-down angetreten haben: Sie dürfen die Campingplätze für den gebuchten Zeitraum nutzen. Dabei gelten die landesweiten Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht für alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr an der Rezeption sowie im Bereich anderer Gemeinschaftseinrichtungen.   

Darüber hinaus gelten in Baden-Württemberg sowohl in der Öffentlichkeit als auch im privaten Raum Kontaktbeschränkungen auf den eigenen Haushalt sowie einen weiteren Haushalt. Bei Treffen mit Familienangehörigen in direkter Linie sowie deren Partnern/Partnerinnen entfällt die Regel der zwei Haushalte. In allen oben genannten Fällen darf die Teilnehmerzahl aber zehn Personen nicht überschreiten.   

Gastronomische Betriebe, Kneipen, Bars und Diskotheken, Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungshäuser, Gedenkstätten, Tierparks, Zoos, Freizeitparks, Spielhäuser, Sportanlagen und Fitnesscenter, Bäder, Saunen und Thermen sind wieder geschlossen. Spielplätze sind unter Auflagen zugänglich. Sport auf weitläufigen Anlagen wie Golf- oder Tennisplätzen oder Reitanlagen ist erlaubt. Geschäfte dürfen im Rahmen bestimmter Zugangsbeschränkungen geöffnet bleiben.


(Quelle: FREEONTOUR)